Gemeinschaftlicher Neubau von Passivhäusern in Berlin-Adlershof
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Heizungstechnik

Die Heizungstechnik dient der Erwärmung von Räumen innerhalb von Gebäuden. Dabei unterscheidet man in der Heizungstechnik verschiedene Heizungssysteme. Es gibt zum Einen die Heiztechnik die mit erneuerbaren Energien arbeitet und zum Anderen Heiztechnik die mit fossilen Brennstoffen arbeiten.

 

In der EnEV hat für die Berechnung des Jahresprimärenergiebedarfs die Heizungstechnik ganz erheblichen Einfluss. Dieses hat mit dem Primärenergiefaktor für Energieträger zu tun. Heizungsanlagen mit regenerativen Energien erzeugen sehr positive Ergebnisse. Folgende zwei Techniken sind heute bereits ausgereift und wirtschaftlich sinnvoll.



Holzpelletsheizungen gibt es seit ca. 20 Jahren. Die Arbeitsweise ist ähnlich den konventionellen Heizkesseln. Holzpellets, kleine Presslinge aus unbehandelten Hobelspänen und Sägemehl,werden automatisch dem Heizkessel zugeführt. Dort verbrennen sie und erhitzen damit Wasser, welches dann Räume und Trinkwasser erwärmt.

Wärmepumpen gibt es bereits seit über 6 0 Jahren, jedoch erst in den letzten Jahren erobern sie zunehmend den Markt der Heizsysteme. Eine Wärmepumpe arbeitet nach dem umgekehrten Prinzip eines Kühlschrankes. Mit Hilfe eines Kühlmittels wird der Umgebungsluft,der Erde oder dem Grundwasser ein Teil der dort gespeicherten Energie entzogen. Durch die Verdichtung des verdampften Kühlmittels erwärmt sich dieses weiter und gibt diese hohe Energie in einem Wärmetauscher an den Heizkreislauf des Hauses ab. Für vier Teile Wärme muss ein Teil Hilfsenergie (Strom) eingesetzt werden, dass heißt drei Teile Energie erhält man von der Natur frei dazu.

Solarthermie- und Photovoltaikelemente können diese Heizsysteme unterstützen.

Heizungstechnik-Systeme Wirkungsgrade

Luftwärmepumpensystem:

  • 200% bis 350% Wirkungsgrad beim Heizen und 
  • 300% bis 500% beim Kühlen.

Erdreichwärmepumpesystem:

  • 400% bis 600% beim Heizen und 
  • 750% bis 1050% beim Kühlen.

Das bedeutet, mit dem Einsatz von 1 kWh Primärenergie (Strom), erhalten wir bis zu 6,0 kWh Heizleistung oder 10,5 kWh Kühlleistung.  

Als Primärenergie wird in der Regel die elektrische Energie verwendet. Andere Energieträger wie z.B. Gas verlangen erheblich höhere Investitionen, die sich derzeitig, auch über längere Zeitperioden noch nicht amortisieren.

Die Investitionskosten für die Wärmepumpentechnik sind 10-20% höher, als die der konventionellen Heiztechnik. Durch die geringen Energiekosten dagegen amortisieren sich jedoch solche Anlagen bereits nach 5-10 Jahren Betrieb und sollten den Wert Ihrer Immobilie bei steigenden Erdöl und -gaspreisen deutlich erhöhen.

In kälteren Wetterregionen wie Deutschland ist der Einsatz von Luftwärmepumpen für Heizzwecke nur als zusätzliche Energiequelle sinnvoll, weil der Wirkungsgrad bei tiefen Temperaturen (unter -5°C) deutlich nachlässt. Da jedoch die Investitionskosten niedrig sind, ist es trotzdem interessant. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist auf jedem Fall günstiger als bei Solarkollektoren.

Die interessantesten Systeme für Klimaregionen wie Deutschland sind die Erdreich- und die Umluftwärmepumpe. Ein komplettes System - Heizen, Kühlen, Lüften, Warmwasser - basierend auf Umluftgeräten erfordert also nur ca. 20% mehr als ein konventionelles Warmwasser NUR HEIZUNGS- System mit Brennwertgerät. Die Betriebskosten liegen jedoch deutlich unter denen von Brennwert-Systemen. Zusätzlich hat man die Möglichkeit der vollständigen Klimatisierung. Ferner ist der Hauptenergieträger, die Erdwärme, immer und überall vorhanden und absolut umweltfreundlich.

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